25. Oktober 2014

Wie weit ich mich getrieben habe.

Bis an die Spitze, dort, wo es nicht noch spitzer geht und noch weiter. Noch bis an den Abgrund. Und über den Abgrund hinaus. Noch hinter den Horizont. Und immer noch einen Schritt weiter.

haarig

28. September 2014

Ihr werdet noch das kleinste, feinste und allerletzte Haar in dieser Suppe finden.
Aber es ist unsere Suppe und wir sind mit Haut und Haaren zusammen.

Druckluftatmen.

28. September 2014

Deinem Druck halte ich stand. Diesem nicht. Mir knicken die Beine ein, mir wird der Brustkorb eingedrückt, das Weiteratmen unmöglich gemacht, meine Hände zittern, mein Körper verlangt nach Luft. Zuerst verlässt das Gefühl meine Zehen, meine Waden, meine gesamten Beine. Es kriecht meinen Körper entlang und hinterlässt eine bleierne Schwere.

Ich bin dem ausgeliefert. Kann mich nicht wehren, habe keinen Zugriff, keine Macht, bin hilflos. Ich kämpfe gegen eine numinöse Wand, die sich immer enger um mich schließt und all mein Mut und meine Zuversicht versickern zwischen den Backsteinfugen. Ich bekomme keine Antworten auf die Fragen, die ich fortwährend erfinde. Ich ertrinke im steigenden Wasser der Gleichgültigkeit. Meine Hoffnung ist nur noch ein kleiner bunter Vogel, der in die Höhe steigt. Und steigt und steigt und steigt und steigt und doch keinen Ausweg findet.

Die Wand als Umarmung sehen. “Das wär’s” denken.

Und atmen.

22. September 2014

Manchmal
ist es gut,
die Zuversicht,
die Verantwortung
und den Mut
wegzuschicken,
weil niemand
immer tapfer sein kann.
Weil Tapferkeit alleine
noch niemand zum Helden gemacht hat.

Goldfünkchen – Heldentum

30. Juli 2014

Polkappentanz
zwischen
Gelassenheit und Sehnsucht.